Abmahnung erhalten · bundesweite Prüfung
Abmahnung erhalten?
Jetzt richtig reagieren.
Notieren Sie die Frist und legen Sie sich nicht vorschnell fest. Eine beigefügte Unterlassungserklärung, Zahlungsforderung oder Auskunft sollte erst geprüft werden. Kanzlei Wrase unterstützt Privatpersonen und Unternehmen bundesweit bei Abmahnungen im Urheberrecht, Markenrecht und Wettbewerbsrecht.
Läuft die Frist in Kürze ab, nennen Sie das Datum bereits bei Ihrer Anfrage.
Ihre Abmahnung prüfen lassen
Schildern Sie kurz den Vorwurf, das Rechtsgebiet und die gesetzte Frist. Teilen Sie bitte auch mit, ob bereits geantwortet, unterschrieben oder gezahlt wurde.
Eine Anfrage über das Formular wahrt keine Frist und begründet noch keine Mandatsübernahme. Die Kosten einer Beauftragung werden vorab geklärt.
- Frist sichernAbmahnung und Anlagen vollständig aufbewahren und die gesetzte Frist notieren.
- Nichts ungeprüft erklärenUnterlassung, Anerkenntnis, Auskunft und Zahlung getrennt prüfen.
- Unterlagen sichernLizenzen, Verträge, Screenshots, Korrespondenz und sonstige Nachweise zusammenstellen.
Die ersten Schritte
Was Sie nach einer Abmahnung zuerst tun sollten
Eine Abmahnung verlangt vor allem eine geordnete Reaktion. Entscheidend ist zunächst nicht, möglichst schnell irgendetwas zu unterschreiben, sondern zu klären, was konkret behauptet wird, welche Frist läuft und welche Ansprüche tatsächlich in Betracht kommen.
Kurzantwort: Frist notieren, Unterlagen sichern und keine verbindliche Erklärung oder Zahlung abgeben, bevor Vorwurf, Anspruchsgrundlage und Reichweite geprüft sind.
Abmahnung vollständig sichern
Schreiben, Anlagen, vorformulierte Unterlassungserklärung, Vollmachtshinweise und Zahlungsaufstellung zusammenhalten.
Eigene Nachweise sichern
Verträge, Lizenzen, Rechnungen, Screenshots, E-Mails und Angaben zur beanstandeten Nutzung nicht nachträglich verändern.
Nicht vorschnell Stellung nehmen
Eine spontane Erklärung gegenüber der Gegenseite kann rechtlich oder tatsächlich ungünstige Festlegungen enthalten.
Bei kurzer Frist früh reagieren
Teilen Sie eine unmittelbar bevorstehende Frist bereits bei der ersten Kontaktaufnahme mit. Eine Anfrage allein verlängert die Frist nicht.
Seitenrolle und Rechtsgebiet
Welche Art von Abmahnung haben Sie erhalten?
Diese Seite ist der allgemeine Einstieg für Abmahnungen. Die rechtliche Prüfung hängt anschließend stark vom Rechtsgebiet und dem konkreten Vorwurf ab. Für typische Fallgruppen führen die folgenden Seiten gezielt weiter.
Urheberrecht
Typisch sind Vorwürfe wegen Fotos, Videos, Musik, Texten oder Filesharing. Zu prüfen sind Rechteinhaberschaft, Nutzung, Unterlassung und Zahlungsforderungen.
Abmahnung wegen Bildnutzung →Filesharing-Abmahnung →Frommer-Legal-Abmahnung →Markenrecht
Bei Markenabmahnungen stehen häufig Zeichenbenutzung, Verwechslungsgefahr, Unterlassung, Auskunft und Kosten im Mittelpunkt.
Abmahnung wegen Markenrechtsverletzung →Wettbewerbsrecht
Wettbewerbsrechtliche Abmahnungen betreffen etwa geschäftliche Handlungen, Werbung, Informationspflichten oder sonstige Marktverhaltensfragen.
Wettbewerbsrechtliche Abmahnung →Konkrete Abmahnungen
Abmahnungen nach Kanzlei, Verband und Rechteinhaber
Viele Betroffene suchen zunächst nach der abmahnenden Kanzlei oder dem vertretenen Rechteinhaber. Die folgenden veröffentlichten LAWST-Beiträge ordnen typische Konstellationen gezielt ein. Maßgeblich bleibt stets der Inhalt Ihrer konkreten Abmahnung.
Urheberrecht, Bilder, Musik und Filesharing
Wettbewerbsrechtliche Abmahnungen
Markenrechtliche Abmahnungen
Häufige Suchfrage
Abmahnung per E-Mail erhalten: einfach ignorieren?
Nein. Eine Abmahnung sollte nicht allein deshalb ignoriert werden, weil sie per E-Mail eingegangen ist. Der Übermittlungsweg beantwortet für sich genommen nicht, ob die behaupteten Ansprüche bestehen. Entscheidend sind unter anderem Absender, Inhalt, Anspruchsgrundlage, konkrete Rechtsverletzung und die gesetzte Frist.
Auch bei einer E-Mail sollte deshalb geprüft werden, ob das Schreiben nachvollziehbar erkennen lässt, wer Ansprüche geltend macht, welches Verhalten beanstandet wird und welche Forderungen erhoben werden. Gerade bei unerwarteten Nachrichten sollten zugleich Echtheit, Absender und Anlagen sorgfältig kontrolliert werden.
Bestehen Zweifel an der Echtheit, nutzen Sie nicht unkritisch Links oder Zahlungsdaten aus der Nachricht. Sichern Sie die E-Mail einschließlich Absenderdaten und Anlagen und lassen Sie den Vorgang anhand verlässlicher Kontaktdaten prüfen.
Unterlassung
Muss die beigefügte Unterlassungserklärung unterschrieben werden?
Nicht ungeprüft. Ob überhaupt eine Unterlassungserklärung erforderlich ist und welchen Inhalt sie haben sollte, hängt vom konkreten Anspruch ab. Eine pauschale Regel, jede vorgelegte Erklärung müsse lediglich „modifiziert“ und dann abgegeben werden, greift zu kurz.
Zu prüfen sind insbesondere die Berechtigung des Anspruchstellers, der konkrete Verletzungsvorwurf, der Umfang der geforderten Unterlassung und die Folgen einer vertraglichen Bindung. Enthält die vorformulierte Erklärung zusätzliche Anerkenntnisse, Zahlungsversprechen oder eine zu weit gefasste Unterlassungsverpflichtung, kann das erhebliche Folgewirkungen haben.
Ist der Unterlassungsanspruch nicht gegeben, kann eine Erklärung entbehrlich sein. Besteht dagegen ein Unterlassungsanspruch, muss die Reaktion so gewählt werden, dass sie zum konkreten Risiko und zur Reichweite des Anspruchs passt.
Ansprüche getrennt prüfen
Welche Forderungen kann eine Abmahnung enthalten?
Abmahnungen können je nach Rechtsgebiet unterschiedliche Ansprüche verbinden. Deshalb sollten Unterlassung, Auskunft und Zahlungspositionen nicht als ein einheitlicher Block behandelt werden.
Unterlassung
Geprüft wird, ob eine Rechtsverletzung vorliegt, Wiederholungsgefahr besteht und wie weit ein Unterlassungsbegehren reichen darf.
Auskunft
Auskunft kann etwa für die Bezifferung weiterer Ansprüche relevant sein. Umfang und gesetzliche Grundlage unterscheiden sich nach Rechtsgebiet.
Zahlung
In Betracht kommen insbesondere Aufwendungsersatz, Rechtsanwaltskosten oder Schadensersatz. Höhe und Berechnungsgrundlage müssen zum Einzelfall passen.
Im Urheberrecht enthält § 97a UrhG Vorgaben für die Abmahnung. Im Wettbewerbsrecht regelt § 13 UWG unter anderem Anforderungen an die Abmahnung und den Aufwendungsersatz. Im Markenrecht sind insbesondere die materiellen Ansprüche aus dem Markengesetz gesondert zu prüfen.
Frist und Verfahrensrisiko
Was passiert, wenn die Frist abläuft?
Abmahnungen setzen häufig kurze Reaktionsfristen. Eine einheitliche gesetzliche Standardfrist für jede Abmahnung gibt es nicht. Ob eine gesetzte Frist angemessen ist und welche Reaktion erforderlich ist, hängt vom Rechtsgebiet, dem geltend gemachten Anspruch und der konkreten Situation ab.
Bleibt ein behaupteter Unterlassungsanspruch ungeklärt, kann die Gegenseite gerichtliche Schritte erwägen, etwa eine einstweilige Verfügung oder eine Klage. Das bedeutet nicht, dass jede versäumte Frist automatisch zu einem gerichtlichen Verfahren führt. Das Kosten- und Prozessrisiko sollte aber vor Fristablauf bewertet werden.
Eine Bitte um Fristverlängerung verschiebt die Frist nicht automatisch. Verlassen Sie sich erst auf eine bestätigte Verlängerung. Ist bereits ein gerichtliches Schriftstück eingegangen, gelten die dort genannten Fristen gesondert.
Mehr zum gerichtlichen Eilverfahren finden Sie unter einstweilige Verfügung im Urheber- und Wettbewerbsrecht.
Anwaltliche Unterstützung
So prüft Kanzlei Wrase Ihre Abmahnung
Ziel ist eine fallbezogene Reaktion statt einer Standardantwort. Zunächst werden Vorwurf und Unterlagen geklärt, anschließend die einzelnen Ansprüche bewertet und erst danach die passende Reaktion abgestimmt.
- 01→ UNTERLAGEN
Sachverhalt und Frist klären
Abmahnung, Anlagen, Frist, bisherige Kommunikation sowie vorhandene Verträge oder Lizenzen werden zusammengeführt.
- 02→ ANSPRÜCHE
Forderungen getrennt prüfen
Unterlassung, Auskunft, Schadensersatz und Kosten werden anhand des konkreten Rechtsgebiets und der Nachweise bewertet.
- 03→ REAKTION
Vorgehen abstimmen
Je nach Ergebnis kommen Zurückweisung, eine passende Unterlassungslösung, Auskunft, Verhandlung oder eine andere Verteidigungsstrategie in Betracht.
Ihr Ansprechpartner
Rechtsanwalt Björn Wrase
Prüfung und Verteidigung von Abmahnungen im Urheberrecht, Markenrecht und Wettbewerbsrecht. Kanzlei in Hamburg, bundesweite Bearbeitung.
Kanzlei Wrase · Am Kaiserkai 69
20457 Hamburg · Deutschland
Häufige Fragen nach einer Abmahnung
Ist eine Abmahnung per E-Mail unbeachtlich?
Nein. Ignorieren Sie eine Abmahnung nicht allein wegen des Übermittlungswegs. Entscheidend sind der konkrete Anspruch, der Inhalt, der Absender und die Umstände des Zugangs. Bei Zweifeln sollte zusätzlich die Echtheit geprüft werden.
Muss ich die beigefügte Unterlassungserklärung unterschreiben?
Nicht ungeprüft. Zunächst ist zu klären, ob ein Unterlassungsanspruch besteht und ob die vorgelegte Erklärung inhaltlich zu weit geht oder zusätzliche Verpflichtungen enthält.
Soll ich die geforderte Summe sofort zahlen?
Nicht ohne Prüfung. Anspruchsgrund und Höhe können sich je nach Rechtsgebiet, Sachverhalt und Berechnung unterscheiden. Unterlassung und Zahlungsforderung sind getrennt zu bewerten.
Kann ich eine Abmahnung einfach ignorieren?
Das ist regelmäßig riskant. Besteht ein durchsetzbarer Unterlassungsanspruch, können nach Fristablauf gerichtliche Schritte folgen. Auch bei unberechtigten Forderungen ist eine geordnete Prüfung sinnvoll.
Wie schnell sollte ich reagieren?
Vor Ablauf der gesetzten Frist. Bei sehr kurzer Restfrist sollte diese bereits bei der ersten Kontaktaufnahme ausdrücklich genannt werden. Eine Anfrage allein wahrt oder verlängert die Frist nicht.
Welche Unterlagen werden für die Prüfung benötigt?
Hilfreich sind die vollständige Abmahnung mit Anlagen, die gesetzte Frist, bisherige Korrespondenz sowie Verträge, Lizenzen, Rechnungen, Screenshots und sonstige Nachweise zum beanstandeten Vorgang.
Klarheit für den nächsten Schritt
Lassen Sie Ihre Abmahnung prüfen.
Klären Sie vor Ablauf der Frist, welche Ansprüche bestehen, welche Forderungen angreifbar sind und welche Reaktion zu Ihrer Situation passt.
