.
Kostenfreie telefonische Erstberatung: 040 - 228 682 – 10 Bundesweite Interessenvertretung!

Widerrufsbelehrung – Pflicht für Onlineshops

Notwendigkeit einer Widerrufsbelehrung im Onlinehandel

In Zeiten des technischen Fortschritts und der Modernisierung, wird heutzutage nicht nur fast alles im Internet gefunden, sondern auch viel bestellt und gekauft. Onlinehandel haben heutzutage eine Hochkonjunktur, im Internet kann so gut wie alles bestellt werden.

Das Problem ist jedoch, dass man das was man auf einem Bild im Internet sieht, nicht auch gleich anfassen oder testen kann. Das Produkt kann real auch ganz anders aussehen, wie auf einem Werbebild.

Wenn das Produkt oder die Dienstleistung nicht gefällt, will man es auch nicht unbedingt behalten. Dann stellt sich die Frage, wie man sich von dem im Internet geschlossenen Vertrag lösen kann.

 

Wieso gibt es das 14-tägige Widerrufsrecht?

Der Gesetzgeber hat dieses Problem erkannt und im Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt. Der Verbraucher, der im Internet kauft oder bestellt, soll die Chance bekommen, zu testen und sich bei Nichtgefallen vom Vertrag lösen können. Im richtigen Geschäft kann er die Ware anfassen oder bei einem Handyvertrag kann er sich beispielsweise vor Ort beraten lassen. Im Bürgerlichen Gesetzbuch ist deswegen geregelt, dass man 14 Tage ab der Zustellung der Widerrufsbelehrung, den Vertrag widerrufen kann. Das heißt, der das der Vertrag im Falle des Widerrufs aufgelöst wird. Dann ist der „Besteller“ im Internet mit einem „Käufer im Geschäft“ gleichgestellt, weil er seine Ware genauso testen kann.

 

Wieso aber die Notwendigkeit der Widerrufsbelehrung?

Eine Widerrufsbelehrung ist vor allem deswegen notwendig, weil der Verbraucher geschützt werden muss. Nicht jeder Verbraucher kennt seine Rechte oder weiß genau wie er sich verhalten muss, wenn er den Vertrag widerrufen will. Vor allem zum Schutz des Verbrauchers aber auch aus wettbewerbsrechtlichen Gesichtspunkten muss ein Online-Shop-Betreiber eine Widerrufsbelehrung veröffentlichen und dem Verbraucher bei Kauf zusenden.

Dies ist auch in der EU-Verbraucherrechtslinie (VRRL) geregelt und wurde am 13.06.2014 in deutsches Recht umgesetzt. Die Onlinehändler sind nach dieser verpflichtet, eine Widerrufsbelehrung, die nach den gesetzlichen Vorgaben zu gestalten ist, ihren Kunden zuzuschicken. Wenn dies von dem Händler nicht umgesetzt wird, drohen ihm nicht nur Abmahnungen von der Konkurrenz, weil dies einen Wettbewerbsverstoß darstellt. Bei einer fehlenden oder fehlerhaften Widerrufsbelehrung beginnt die 14-tägige Widerrufsfrist erst gar nicht an zu laufen, so dass der Verbraucher noch lange nach Vertragsschluss den Vertrag widerrufen kann.

 

Worauf ist zu achten?

Als Online-Shop-Betreiber muss man vor darauf achten, dass man eine Widerrufsbelehrung hat, die nach den neusten gesetzlichen Regelungen gestaltet ist. Und ferner muss man darauf achten, dass man diese den Verbrauchern auch bekannt gibt.

 

Wie gestalte ich meine Widerrufsbelehrung nach den neusten gesetzlichen Vorgaben?

Zusammen mit den gesetzlichen Vorgaben wurde auch eine Muster-Widerrufsbelehrung veröffentlicht, an die sich die Onlinehändler halten müssen. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten: diese ist immer noch an die genaue Dienstleistung anzupassen. Es ist zu prüfen, ob Waren oder Dienstleistungen angeboten werden, usw. Es stellt sich deswegen, wie immer die Empfehlung: lassen Sie sich in diesem Bereich von einem Spezialisten beraten. Er kann für Sie die Widerrufsbelehrung gestalten und Sie bezüglich aller Informationspflichten die Sie haben beraten. Dann riskieren Sie auch keine Abmahnungen von Konkurrenten oder aber endlose Fristen für Widerrufe.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Blog

fake-abmahnung waldorf frommer

Vorsicht vor Fake: Abmahnungen der Waldorf Frommer Rechtsanwälte per E-Mail

Seit gestern (09.03.2017) erhalten wir sehr viele Anfragen zu einer per E-Mail versandten Abmahnung im Namen der Waldorf Frommer Rechtsanwälte aus München. Den E-Mail-Empfängern wird vorgeworfen, die Software Adobe Photoshop SC6 – Master Collection unerlaubt öffentlich zum Download zur Verfügung gestellt zu haben. Es werden darin umfangreiche Unterlassungs- und Zahlungsansprüche geltend gemacht. Es wird die Zahlung von…

einstweilige verfügung

Einstweilige Verfügung im Urheberrecht & Wettbewerbsrecht

  Haben Sie eine einstweilige Verfügung erhalten oder wollen Sie eine solche erwirken? Welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen und welche Verteidigungsaussichten gegen eine einstweilige Verfügung bestehen, erfahren Sie hier!   Nutzen Sie unsere kostenfreie Erstberatung  Tel.: 040 – 228 682 10   Um eine einstweilige Verfügung im Bereich des gewerblichen Rechtsschutzes geht es, sofern auf eine außergerichtliche Abmahnung hin…

Urheberrechtsverletzung amazon

Verkäufer auf Amazon haften für Urheberrechtsverletzung

Das Landgericht Köln hatte darüber zu entscheiden, ob Onlinehändler für die Verwendung urheberrechtsgeschützter Fotos in den Angeboten auf dem Amazon-Market-Place haften. Mit der steigenden Anzahl der Onlinehändler nehmen auch die Probleme mit Abmahnpotential zu, die für manche unerwünschte Überraschung sorgen. Existiert bereits eine Verkaufsseite für ein bestimmtes Produkt, kann Amazon das Anlegen einer eigenen Verkaufsseite…

Energieeffizenzklasse

Keine unmittelbare Angabe der Energieeffizenzklasse erforderlich

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass es bei der Angabe der Effizienzklasse eines Elektrogeräts in einem Online-Shop nicht zwingend notwendig ist, dass diese Angabe in einem unmittelbarem und direktem Zusammenhang mit dem entsprechenden Gerät erfolgt. Ausreichend ist bereits die Verlinkung mit einer gesonderten Internetseite, auf der sich die entsprechende Information und entsprechende Erläuterungen finden. Alles andere…

cache

Keine Vertragsstrafe bei Abrufbarkeit im Google-Cache

Das Oberlandesgericht Zweibrücken hat kürzlich entschieden, dass ein Unterlassungsschuldner nicht gegen seine Unterlassungspflicht verstößt, wenn ein von ihm unzulässig genutztes urheberrechtlich geschütztes Bild nach Abgabe einer Unterlassungserklärung weiterhin im Google Cache auffindbar ist.   Keine Verwirkung der Vertragsstrafe, sofern Bild „nur“ noch im Google-Cache abrufbar ist Der Beklagte, der gewerblich Wasserschläuche vertreibt, warb auf seinem…

vergleichende werbung

Zulässigkeit von vergleichender Werbung zu günstigerem Preis

Das Oberlandesgericht Frankfurt hat eine vergleichende Werbung mit der Behauptung der Funktionsgleichheit eines Produktes zu einem günstigeren Preis für zulässig erklärt – solange die Aussage richtig und darüber hinaus für den Verbraucher nachprüfbar ist.   Vergleichende Werbung zwischen zwei Produkten Im zugrundeliegenden Rechtsstreit hatte die Beklagte in einer Onlinewerbung die Artikel ihrer Pflegeserie „Classic“ den Produkten…

werbe-e-mail

Werbe-E-Mail nur nach ausdrücklicher Zustimmung

Das Landgericht Berlin verurteilte die Betreiberin eines Onlinehandels dazu es zu unterlassen, Werbung per E-Mail an Kunden zu senden, die durch Aktivierung eines Abmeldelinks in einer Werbe-E-Mail oder auf sonstige Art und Weise der Zusendung von E-Mailwerbung gegenüber des Onlineshops widersprochen haben. Die Parteien stritten um die Unterlassung unerwünschter Werbe-E-Mails. Die Klägerin ist ein Verband zur Bekämpfung unlauteren…

Bewertungen

Haftung eines Portalbetreibers für Bewertungen

Mit Urteil vom 01.03.2016 hatte der Bundesgerichtshof die Pflichten des Betreibers eines Ärtzebewertungsportals konkretisiert.   Sachverhalt zur Entscheidung des BGH zu Bewertungen Der Entscheidung lag folgender Sachverhalt zu Grunde: Die Beklagte betreibt unter der Domain www.jameda.de ein Portal, das der Suche und Bewertung von Ärzten dient. Registrierten Nutzern bietet sich die Möglichkeit, die Tätigkeit von Ärzten in…

Anmelden oderCreate an account

Kanzlei Wrase hat 4.9 von 5 Sterne | 97 Bewertungen auf ProvenExpert.com