.
Kostenfreie telefonische Erstberatung: 040 - 228 682 – 10 Bundesweite Interessenvertretung!

Abmahnung Amazon – Verhalten Sie sich richtig.

Abmahnung Amazon? Wir helfen bundesweit!
Nutzen Sie unser kostenfreies, telefonisches Erstgespräch!

 

Händler und Shop-Betreiber haben die Möglichkeit, eigene Ware über die Amazon Plattform zu verkaufen. Dies kann aufgrund der Reichweite und Bekanntheit von Amazon interessant sein. Der Verkauf über Amazon birgt allerdings ein Risiko wettbewerbsrechtlicher Abmahnungen, das über allgemeine derartige Risiken im Online-Handel hinausgeht. Hier sollen die wichtigsten Gründe für solche Abmahnungen und deren Folgen dargestellt werden.

 

Abmahnung Amazon wegen der Artikelbeschreibung

Bei Amazon werden Artikelbeschreibungen zentral gespeichert. Wenn ein bestimmtes Produkt schon existiert, kann der Händler auf die bei Amazon gespeicherte Artikelbeschreibung zugreifen. Auch wenn dies sehr komfortabel scheint, besteht dadurch ein Abmahnrisiko. Wenn sich nachträglich die Artikelbeschreibung ändert und dann nicht mehr mit dem Produkt übereinstimmt, kann dies eine Irreführung und damit einen Wettbewerbsverstoß darstellen. Problematisch ist dies besonders, wenn die Artikelbeschreibung unverbindliche Preisangaben des Herstellers enthält (UVP). Wenn sich die UVP des Herstellers nun ändert, kann die weitere Benutzung der veralteten Angabe einen Wettbewerbsverstoß darstellen. Für einen solchen Verstoß kann der Händler abgemahnt werden, auch wenn Amazon die Information eingestellt hat.

 

Vorschriften des Fernabsatzgesetzes: Widerrufsrecht

Für den Verkauf über Amazon gelten die Regelungen für Fernabsatzverträge. Dazu gehört insbesondere, dass ein Händler seine Kunden ordnungsgemäß über das Ihnen zustehende Widerrufsrecht belehren muss. Dazu muss der Händler eine korrekte und aktuelle Widerrufsbelehrung verwenden. Zum 13.6.2014 traten diesbezüglich neue gesetzliche Regelungen auf Grundlage einer neuen EU-Verbraucherrechterichtlinie in Kraft. Wegen dieser Änderungen waren Widerrufsbelehrungen vielfach anzupassen. Wird eine veraltete, falsche oder gar keine Widerrufsbelehrung verwendet, stellt dies einen Wettbewerbsverstoß des Händlers dar, der abgemahnt werden kann.

 

Einbindung von AGB als Grund für Abmahnung Amazon

Der anbietende Händler kann bei Amazon eigene AGB verwenden. Ein Risiko besteht dabei hauptsächlich aus zwei Gründen: Abgemahnt werden kann zum einen wegen nicht wirksamer Einbeziehung der AGB. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn die AGB bei Vertragsschluss für den Kunden nicht deutlich ersichtlich sind. Andererseits besteht ein Risiko, dass wegen der Verwendung unzulässiger Klauseln in den AGB abgemahnt wird. Deswegen ist insbesondere davon abzuraten, die AGB von dem gewöhnlichen Online-Shop des Händlers eins zu eins zu übernehmen.

 

Lieferfristen

Schließlich ist auch bei den Lieferfristen Vorsicht geboten. So sind unter anderem zu lange Lieferfristen bei Alltagsgegenständen abmahngefährdet, da diese wettbewerbswidrig sein können.

 

Folgen einer wettbewerbsrechtlichen Abmahnung bei Amazon

Strafbewehrte Unterlassungserklärung

Mit der Abmahnung wird der Anbieter aufgefordert, eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abzugeben. Damit verpflichtet sich der Händler, den abgemahnten Rechtsverstoß nicht wieder zu begehen. Als Zeichen der Ernsthaftigkeit enthält die Unterlassungserklärung eine Vertragsstrafe. Die Höhe der Strafe ergibt sich aus der Unterlassungserklärung. Bei jedem weiteren Verstoß muss der Händler diese Strafe an den Abmahnenden zahlen. Im Fall der Nichtbefolgung drohen gerichtliche Maßnahmen wie eine einstweilige Verfügung oder eine Unterlassungsklage, die zu zusätzlichen Kosten führen können. Es ist also wichtig, vor Unterzeichnung einer Unterlassungserklärung den Verstoß unbedingt zu beseitigen.

Übernahme der Abmahnkosten

Der Anbieter muss außerdem die Abmahnkosten übernehmen. Dies sind diejenigen Kosten, welche dabei entstehen, wenn jemand die Abmahnung erstellt. Da die Abmahnung meistens durch Rechtsanwälte erfolgt, ergeben sich die Kosten aus deren Honoraren. Diese bestimmen sich nach dem Rechtanwaltsvergütungsgesetz auf Basis der Streitwerte. Für die Verwendung falscher Widerrufsbelehrungen haben beispielsweise die Gerichte Streitwerte von 1.000 bis 10.000 Euro als geläufig anerkannt. Diese führen zu Rechtsanwaltskosten zwischen circa 100 und 1.000 Euro.

 

Teilweise findet bei Abmahnungen auch Missbrauch statt. Es ist daher empfehlenswert, sich im Einzelfall juristisch beraten zu lassen.

 

Blog

vertragsstrafe

Vertragsstrafe droht auch bei Handlungen von Mitarbeitern

Die Richter am OLG Frankfurt a.M. fordern mit dem vorliegenden Urteil die Sorgfaltspflicht bei der Einhaltung von gerichtlich verhängten Verboten im Bereich der Online-Werbung. Die Partei, die eine Unterlassungserklärung abgegeben hat, ist dazu verpflichtet, den Unterlassungsverpflichtungen unter allen Umständen zu erfüllen.   Vertragsstrafe droht bei Nichteinhaltung der notwendigen Sorgfaltspflichten Eine Unterlassungserklärung beinhaltet die unbedingte und…

abmahnung ido

Abmahnung IDO Interessenverband e.V. auf dawanda.de

Uns erreichen weitere wettbewerbsrechtliche Abmahnungen des IDO Interessenverband für das Rechts- und Finanzconsulting deutscher Online-Unternehmen e.v., die vornehmlich gegenüber Verkäuferinnen und Verkäufern auf der Plattform dawanda.de ausgesprochen werden.   Abmahnung IDO: Äußerste Vorsicht vor der Abgabe der Unterlassungserklärung Die Abmahnungen sind mit äußerster Vorsicht zu behandeln. Eine Unterlassungserklärung sollte nicht abgegeben werden, bevor anwaltlicher Rat…

spam-e-mail

Spam-E-Mail begründet Anspruch auf Erstattung der Rechtsanwaltskosten

Das unerwünschte Versenden von Werbemails (Spam-E-Mail) stellt eine Rechtsverletzung dar, die den Versender zum Schadensersatz verpflichtet. In diesem Beitrag erklären wird, wie sich Wertungen des UWG bei einem Eingriff in den eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb niederschlagen und wieso Aufwendungen auch Schäden darstellen können.   Spam-E-Mail: Anspruch auf Unterlassung und Kostenerstattung In einer Entscheidung des Amtsgerichtes…

Testergebnis

Testergebnis: Angabe der Quelle erforderlich

Wer im Internet mit Testergebnissen wirbt, muss diese mit detaillierten Angaben zur Fundstelle versehen, um den Verbrauchern einen leichten Zugang zu der Informationsquelle zu bieten.   Sachverhalt zur Entscheidung Die Parteien in diesem Rechtsstreit stehen sich als Wettbewerber auf dem Telekommunikationsmarkt gegenüber. Die Zeitschrift „Q-Magazin“ führte im Auftrag der Firma X eine Kundenbefragung hinsichtlich der…

abmahnung von Waldorf frommer Lucifer

Lucifer – Abmahnung von Waldorf Frommer

In einer weiteren Abmahnung von Waldorf Frommer geht es um die TV-Serie Lucifer. Die Abmahnung wird für die Warner Bros. Entertainment GmbH aus Hamburg, die Inhaberin der Rechte an dieser TV-Serie ist, ausgesprochen. Haben Sie eine solche Filesharing-Abmahnung erhalten, unternehmen Sie nichts, bevor Sie sich nicht anwaltlich beraten lassen haben.   Inhalt der Abmahnung wegen…

online Zahlungsmittel

Keine Zuschläge für Zahlungsmittel ab 13.01.2018

Neuerungen bei Zahlungsmittelgebühren im Online-Zahlungsverkehr ab 13.01.2018 Viele Verbraucher haben sich schon einmal bei ihren online oder offline getätigten Einkäufen über die zusätzlichen Gebühren bei bestimmten Zahlungsmethoden geärgert. Denn aktuell sind solche zusätzlichen Gebühren in einem gewissen Rahmen erlaubt. Ab dem 13.01.2018 ist damit nun Schluss. Denn nach der dann geltenden neuen Rechtslage gilt ein…

abmahnung the hunger games

Abmahnung für The Hunger Games – Waldorf Frommer

Auch im neuen Jahr 2018 reißt die Zahl der Filesharing Abmahnungen nicht ab. Wir haben in diesem Jahr bereits wieder eine Vielzahl von Abmahnungen zur Bearbeitung vorgelegt bekommen. In einer aktuellen Abmahnung, die von den Waldorf Frommer Rechtsanwälte aus München ausgesprochen wurde, geht es um zwei Filme, die im Rahmen einer Tauschbörse widerrechtlich öffentlich zur…

widerrufsbelehrung

Widerrufsbelehrung: Unterschiedliche Adressen sind wettbewerbswidrig

Neben einem fehlenden oder fehlerhaften Impressum sind widersprüchliche Angaben in der Widerrufsbelehrung die häufigsten Gründe von wettbewerbsrechtlichen Abmahnungen. Wenn es bei einer Abmahnung bleibt, hat der Shop-Betreiber die Möglichkeit, diese Fehler zu beseitigen. Manchmal ziehen solche Fehler jedoch auch kostenintensive Rechtsstreitigkeiten nach sich. Das OLG Hamm hat entschieden, dass widersprechende Firmenangaben in der Widerrufsbelehrung und…

Anmelden oderCreate an account

Kanzlei Wrase hat 4,92 von 5 Sterne | 115 Bewertungen auf ProvenExpert.com