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Urheberrecht · Bildabmahnung erhalten

Abmahnung wegen
Bildnutzung erhalten?

Abmahnung wegen eines Bildes oder Fotos erhalten? Notieren Sie die Frist und sichern Sie das Schreiben sowie Ihre Lizenznachweise. Lassen Sie Unterlassungserklärung und Zahlungsforderungen prüfen, bevor Sie unterschreiben oder zahlen. Kanzlei Wrase unterstützt Privatpersonen und Unternehmen bundesweit bei der Verteidigung gegen Bildabmahnungen.

Ihre Abmahnung prüfen lassen

Schildern Sie kurz den Vorwurf und nennen Sie die gesetzte Frist. Bei unmittelbar drohendem Fristablauf nehmen Sie bitte zusätzlich telefonisch Kontakt auf.

040 228 682 10 →mail@lawst.de →

Dateien mitsenden? Auf der Kontaktseite können Sie Abmahnungen und andere Unterlagen direkt hochladen.

Eine Anfrage allein begründet noch keine Mandatsübernahme und wahrt keine Frist. Die Kosten einer Beauftragung klärt die Kanzlei vorab mit Ihnen. Informationen zur Datenverarbeitung finden Sie in der Datenschutzerklärung.

  1. Frist und Unterlagen sichern. Bewahren Sie Abmahnung, Anlagen und Lizenznachweise auf.
  2. Nicht ungeprüft unterschreiben oder zahlen. Unterlassung, Schadensersatz und Kosten sind getrennt zu bewerten.
  3. Die konkrete Nutzung klären. Entscheidend sind das Bild, die Erlaubnis und die Veröffentlichung auf Website, im Shop oder auf Social Media.

Was bedeutet eine Abmahnung wegen eines Bildes?

Die Gegenseite wirft Ihnen vor, ein Foto ohne ausreichende Berechtigung verwendet zu haben. Häufig verlangt sie Unterlassung, Auskunft, Schadensersatz und die Erstattung von Anwaltskosten. Die Abmahnung ist noch kein Urteil. Ob und in welchem Umfang Ansprüche bestehen, hängt von der Rechteinhaberschaft, Ihrer Nutzung, der Lizenzlage und den Nachweisen ab.

Eine Beanstandung kann berechtigt sein, obwohl einzelne Forderungen zu weit gehen. Eine hohe Zahlungsforderung ist deshalb ebenso wenig ein Beweis für ihre Berechtigung wie eine vorhandene Bilddatei ein Beleg für eine ausreichende Lizenz.

Vier Forderungen, die getrennt zu prüfen sind

  • Unterlassung betrifft die Verhinderung weiterer rechtswidriger Nutzungen. Bei einer Rechtsverletzung und Wiederholungsgefahr kann der Anspruch nach § 97 Abs. 1 UrhG bestehen, auch wenn kein Schadensersatz geschuldet ist.
  • Auskunft betrifft die verlangten Angaben zur Nutzung. Welche Informationen Sie herausgeben müssen, hängt von der jeweiligen Anspruchsgrundlage und deren Voraussetzungen ab.
  • Schadensersatz gleicht einen entstandenen Schaden aus und setzt nach § 97 Abs. 2 UrhG Vorsatz oder Fahrlässigkeit voraus. Eine angesetzte Lizenzgebühr muss zur konkreten Nutzung passen.
  • Abmahnkosten sind keine zusätzliche Lizenzgebühr. Erstattungsfähig sind nach § 97a Abs. 3 UrhG erforderliche Aufwendungen, soweit die Abmahnung berechtigt ist und die gesetzlichen Formanforderungen erfüllt.

Eine Zahlung erledigt einen möglichen Unterlassungsanspruch nicht automatisch. Umgekehrt beseitigt eine Unterlassungserklärung nicht von selbst die Zahlungsforderungen.

Diese Unterlagen helfen bei der ersten Prüfung

Sichern Sie das vollständige Schreiben mit Anlagen, Forderungsaufstellung und Entwurf der Unterlassungserklärung. Dokumentieren Sie die beanstandete Veröffentlichung, den Nutzungszeitraum und die betroffenen Internetadressen. Bewahren Sie Rechnungen, Lizenzbedingungen sowie Freigaben von Herstellern oder Agenturen auf.

Prüfen Sie, ob das Bild weiterhin abrufbar ist und wer es veröffentlicht hat. Sichern Sie die Beweise, ohne eine möglicherweise rechtswidrige Nutzung unnötig fortzusetzen. Weitere Grundlagen finden Sie unter Urheberrechtsverletzung an Bildern und Fotos.

Unterlassungserklärung und Vertragsstrafe prüfen

Eine strafbewehrte Unterlassungserklärung soll eine bestehende Wiederholungsgefahr ausräumen. Sie begründet zugleich eine vertragliche Bindung mit möglichen Vertragsstrafen bei künftigen Verstößen. Deshalb ist ihr Inhalt oft wichtiger als die unmittelbar verlangte Zahlung.

Warum sollten Sie nicht ungeprüft unterschreiben?

Vorgelegte Erklärungen können weiter reichen als der konkrete Vorwurf. Zu prüfen sind insbesondere Bildbezug, erfasste Handlungen, Plattformen, Unternehmensbezug und Vertragsstrafenregelung. Auch mögliche Pflichten zur Entfernung aus Shops, Profilen oder Caches verdienen Aufmerksamkeit.

Eine modifizierte Unterlassungserklärung kann sinnvoll sein, wenn ein Unterlassungsanspruch besteht, der vorgelegte Text Sie aber unnötig weit bindet. Sie muss den berechtigten Anspruch dennoch ausreichend abdecken. Eine allgemeine Vorlage ersetzt diese Prüfung nicht.

Welche Bindung entsteht und worauf es bei einer Anpassung ankommt, erläutert der Ratgeber zur urheberrechtlichen Unterlassungserklärung.

Unterlassungserklärung bereits unterschrieben oder Forderung bezahlt – was gilt jetzt?

Haben Sie eine Unterlassungserklärung bereits unterschrieben, ist die rechtliche Prüfung nicht zwangsläufig ausgeschlossen. Allerdings kann eine wirksam zustande gekommene Unterlassungsvereinbarung Sie unabhängig davon vertraglich binden, ob der ursprüngliche Unterlassungsanspruch tatsächlich bestand. Ein späterer Verstoß kann deshalb erhebliche Vertragsstrafen auslösen.

Ob sich eine abgegebene Erklärung anfechten, kündigen oder anderweitig beseitigen lässt, hängt von ihrem Inhalt und besonderen rechtlichen Voraussetzungen ab. Allein die spätere Erkenntnis, dass die Abmahnung möglicherweise unberechtigt oder die Erklärung zu weit gefasst war, genügt regelmäßig nicht.

Haben Sie bereits gezahlt, ist zunächst zu klären, wofür die Zahlung erfolgte. Eine vorbehaltlose Zahlung, ein Vergleich und ein ausdrücklich erklärtes Schuldanerkenntnis können unterschiedliche Rechtsfolgen haben. Ob ein Rückzahlungsanspruch besteht, richtet sich insbesondere nach dem Rechtsgrund der Zahlung und etwaigen getroffenen Vereinbarungen.

Wichtig: Bewahren Sie die unterschriebene Erklärung, Zahlungsbelege und die gesamte Korrespondenz auf. Lassen Sie die fortbestehenden Unterlassungspflichten und mögliche Zahlungsansprüche getrennt prüfen, bevor Sie weitere Erklärungen abgeben.

Das bloße Löschen eines Bildes erledigt mögliche Ansprüche aus der bisherigen Nutzung und eine Wiederholungsgefahr nicht automatisch.

Welche Zahlungsforderungen sind begründet?

Schadensersatz setzt nach § 97 Abs. 2 UrhG grundsätzlich vorsätzliches oder fahrlässiges Handeln voraus. Der Unterlassungsanspruch ist davon getrennt zu prüfen. Häufig berechnet die Gegenseite den Schaden anhand einer angenommenen Lizenzgebühr. Diese muss zur konkreten Nutzung passen; eine Forderungsaufstellung allein belegt ihre Angemessenheit noch nicht.

Wichtige Faktoren sind Nutzungsdauer, Nutzungsart, Reichweite, Bildqualität, gewerblicher Zweck und Lizenzpraxis des Fotografen. Die Erstattung von Abmahnkosten folgt eigenen Voraussetzungen. Insoweit sind insbesondere Berechtigung und formelle Ausgestaltung der Abmahnung, Gegenstandswert und Gebührenberechnung zu prüfen.

Wie Sie Lizenzschaden und gegnerische Anwaltskosten auseinanderhalten, erläutert der Ratgeber Kosten einer Bildabmahnung. Die Berechnungsgrundlagen vertieft der Beitrag Schadensersatz bei unerlaubter Bildnutzung.

Enthält Ihr Schreiben eine Forderung von KSP für Picture Alliance oder dpa, lesen Sie ergänzend die fallbezogenen Hinweise zur KSP-Abmahnung für Picture Alliance. Welche Ansprüche dort tatsächlich erhoben werden, ergibt sich aus dem konkreten Schreiben.

MFM und Lizenzanalogie sind keine feste Preisliste

Die MFM-Honorarempfehlungen sind keine gesetzliche Gebührenordnung. Sie können eine Schätzhilfe sein, wenn ihre Werte zur konkreten Nutzung und zum betroffenen Markt passen. Vorrangig ist eine am Markt durchgesetzte eigene Lizenzierungspraxis des Rechteinhabers zu prüfen. Die bloße Bezeichnung als Berufsfotograf rechtfertigt nicht automatisch jeden MFM-Ansatz.

Ein Beispiel bietet das LG Köln, Urteil vom 24.7.2025, 14 O 343/23, Rn. 67–68. Der pauschale Vortrag zur professionellen Tätigkeit genügte dem Gericht im dortigen Fall nicht als Grundlage für die MFM-Berechnung. Daraus folgt kein einheitlicher Schadensbetrag für andere Bildnutzungen.

Die Erläuterungen zur MFM-Tabelle bei Bilderklau helfen, eine darauf gestützte Berechnung einzuordnen.

Zuschläge wegen fehlender Urheberbenennung

Eine nachträgliche Urheberbenennung ersetzt keine fehlende Nutzungserlaubnis und erledigt Ansprüche aus der bisherigen Nutzung nicht automatisch. Prüfen Sie deshalb sowohl die Lizenz als auch die vereinbarten Vorgaben zur Benennung.

Ein verlangter Zuschlag wegen fehlender Urheberbenennung ist gesondert zu bewerten. Maßgeblich sind das Benennungsrecht aus § 13 UrhG, die Lizenzbedingungen und die Umstände der konkreten Verwendung. Technische Schwierigkeiten beseitigen eine bestehende Benennungspflicht nicht automatisch. Auch die Höhe eines Zuschlags muss sich im Einzelfall begründen lassen.

Auskunft und Nutzungsumfang nachvollziehbar klären

Auskunft kann erforderlich sein, um den Umfang der Nutzung und die Schadenshöhe zu bestimmen. Klären Sie zunächst, welche Angaben die Gegenseite auf welcher Grundlage verlangen darf. Erforderliche Auskünfte sollten wahrheitsgemäß, vollständig und anhand gesicherter Unterlagen erfolgen. Ungeprüfte Schätzungen zur Reichweite oder Nutzungsdauer können die Auseinandersetzung erschweren.

Der Auskunftsanspruch nach § 101 UrhG betrifft insbesondere Herkunft und Vertriebswege und hat eigene Voraussetzungen. Für den Anspruch gegen den Verletzer nach Absatz 1 verlangt das Gesetz eine Rechtsverletzung in gewerblichem Ausmaß. Angaben zur Schadensberechnung sind davon zu unterscheiden; ein Verweis auf § 101 UrhG beantwortet nicht pauschal jede Auskunftsfrage.

Produktfoto, Online-Shop und Social Media

Erfassen Sie alle betroffenen Veröffentlichungen, etwa Produktseiten, Marktplatzangebote, Social-Media-Beiträge und Werbeanzeigen. Bei verkaufsfördernden Nutzungen ist der wirtschaftliche Zweck für die rechtliche Bewertung relevant. Eine Hersteller- oder Agenturfreigabe muss gerade die beanstandete Nutzung abdecken.

Für die Besonderheiten solcher Bilder bietet der Beitrag Produktfoto im Online-Shop ergänzende Informationen.

Welche Einwände kommen gegen die Abmahnung in Betracht?

Ansatzpunkte können eine passende Lizenz, eine unzutreffende Zuordnung der Veröffentlichung oder fehlende Nachweise zur Rechteinhaberschaft sein. Auch Nutzungsdauer, Schadensberechnung, MFM-Ansätze und Umfang der Unterlassungserklärung verdienen eine eigenständige Prüfung.

Welche Rechte und Lizenzen müssen nachgewiesen werden?

Wer eine Bildabmahnung ausspricht, muss zur Geltendmachung der konkreten Ansprüche berechtigt sein. Fordert nicht der Fotograf selbst, sondern beispielsweise eine Bildagentur Unterlassung oder Schadensersatz, ist zu prüfen, welche Nutzungsrechte ihr eingeräumt wurden und ob sie die betreffenden Ansprüche geltend machen darf. Eine bloße Agenturbezeichnung belegt diese Berechtigung nicht.

Welche Nachweise benötigen Sie bei einer vorhandenen Stockfoto-Lizenz?

Haben Sie das Bild über eine Stockfoto-Plattform, eine Bildagentur oder einen Dienstleister erhalten, sollten Sie die Erwerbsbestätigung, Rechnung, Bildnummer, Lizenzbedingungen und gegebenenfalls die Freigabe Ihrer Webagentur sichern. Entscheidend ist, ob die Lizenz gerade Ihre Nutzung abdeckt. Dabei kommt es insbesondere auf den Lizenznehmer, die erlaubten Nutzungsarten, den Zeitraum und mögliche Beschränkungen bei der Weitergabe an Dritte an.

Eine Lizenz, die eine Webagentur für ihre eigene Tätigkeit erworben hat, berechtigt deren Kunden beispielsweise nicht automatisch zur eigenständigen Verwendung des Bildes.

Wer trägt die Beweislast?

Der Anspruchsteller muss seine Berechtigung zur Anspruchsverfolgung grundsätzlich darlegen und bei erheblichem Bestreiten beweisen. Gesetzliche Vermutungen können dabei eine Rolle spielen. Wer sich auf eine Nutzungserlaubnis beruft, muss deren Voraussetzungen grundsätzlich ebenfalls darlegen und im Streitfall beweisen.

Fehlende Lizenzunterlagen als Anlage einer Abmahnung machen diese nicht automatisch unwirksam. Umgekehrt genügt eine vorhandene Rechnung allein nicht zwingend zum Nachweis des erforderlichen Nutzungsrechts.

Vor einer Zurückweisung der Abmahnung sollten deshalb sowohl die Rechteposition des Anspruchstellers als auch der Umfang Ihrer eigenen Nutzungserlaubnis geprüft werden.

Haben Mitarbeitende oder eine Agentur das Bild veröffentlicht, entfällt Ihre Verantwortlichkeit nicht automatisch. Bei einer Rechtsverletzung durch Arbeitnehmer oder Beauftragte in einem Unternehmen kann § 99 UrhG insbesondere Beseitigungs- und Unterlassungsansprüche gegen den Unternehmensinhaber begründen. Daraus folgt nicht automatisch eine verschuldensunabhängige Schadensersatzpflicht.

Die Verteidigung gegen den Rechteinhaber und mögliche Ansprüche gegen einen Dienstleister betreffen unterschiedliche Rechtsverhältnisse. Weitere Grundlagen erläutert die Seite Haftungsformen im Urheberrecht.

Welche formalen Anforderungen muss eine Bildabmahnung erfüllen?

Eine urheberrechtliche Abmahnung muss die Anforderungen des § 97a Abs. 2 UrhG erfüllen. Der Empfänger soll nachvollziehen können, wer Ansprüche geltend macht, welche konkrete Bildnutzung beanstandet wird und wie sich die Zahlungsforderungen zusammensetzen.

Insbesondere ist zu prüfen:

  • Anspruchsteller: Mahnt ein Vertreter ab, müssen Name oder Firma des verletzten Rechteinhabers angegeben werden.
  • Rechtsverletzung: Die beanstandete Nutzung muss so genau bezeichnet sein, dass sich der Vorwurf überprüfen lässt.
  • Zahlungsforderungen: Schadensersatz und Aufwendungsersatz müssen getrennt aufgeschlüsselt werden.
  • Unterlassungserklärung: Geht die vorgeschlagene Verpflichtung erheblich über die beanstandete Rechtsverletzung hinaus, muss dies angegeben werden.

Entspricht die Abmahnung diesen Anforderungen nicht, ist sie nach § 97a Abs. 2 UrhG unwirksam. Die Erstattung erforderlicher Abmahnaufwendungen setzt gemäß § 97a Abs. 3 UrhG unter anderem eine berechtigte und formgerechte Abmahnung voraus.

Eine unwirksame Abmahnung bedeutet allerdings nicht automatisch, dass keine Urheberrechtsverletzung vorliegt. Ein materiell berechtigter Unterlassungs- oder Schadensersatzanspruch ist davon zu unterscheiden.

Unter den Voraussetzungen des § 97a Abs. 4 UrhG kann dem Abgemahnten bei einer unberechtigten oder unwirksamen Abmahnung außerdem ein Anspruch auf Ersatz erforderlicher Verteidigungskosten zustehen.

Ob ein Formfehler vorliegt und welche rechtlichen Folgen er hat, sollte anhand des vollständigen Abmahnschreibens einschließlich seiner Anlagen geprüft werden.

Eine vollständige Abwehr lässt sich nicht vorab zusagen. Auch bei einer berechtigten Beanstandung können einzelne Zahlungspositionen überhöht oder Erklärungen zu weit formuliert sein.

Fristen ernst nehmen, ohne vorschnell zu reagieren

Abmahnungen enthalten häufig kurze Fristen. Vollständiges Schweigen ist ebenso riskant wie eine überhastete Erklärung. Klären Sie vor Fristablauf, welche Reaktion erforderlich ist.

Eine Bitte um Fristverlängerung verschiebt die Frist nicht automatisch; verlassen Sie sich erst auf eine bestätigte Verlängerung. Geht bereits ein gerichtliches Schriftstück ein, gelten die darin genannten Fristen gesondert. Eine rechtzeitig abgestimmte Reaktion kann Kostenrisiken begrenzen, garantiert aber keine außergerichtliche Erledigung.

Teilen Sie eine unmittelbar bevorstehende Frist bereits bei der Kontaktaufnahme mit. Warten Sie nicht auf die Vollständigkeit aller Unterlagen. Eine E-Mail oder Formularanfrage allein wahrt die Frist nicht und bedeutet noch keine Mandatsübernahme.

Anwaltliche Unterstützung

So prüft Kanzlei Wrase Ihre Bildabmahnung

Das Vorgehen richtet sich nach den Unterlagen und Ihrem konkreten Risiko. Die Kosten einer Beauftragung klärt die Kanzlei vorab mit Ihnen.

  1. 01 → UNTERLAGEN

    Sachverhalt klären

    Abmahnung, Anlagen, Fristen und Lizenznachweise zuordnen. Bereits abgegebene Erklärungen oder geleistete Zahlungen berücksichtigen.

  2. 02 → BEWERTUNG

    Ansprüche prüfen

    Rechtekette, konkrete Nutzung, Unterlassung und Zahlungspositionen getrennt bewerten. Einwände und verbleibende Risiken herausarbeiten.

  3. 03 → REAKTION

    Verteidigung abstimmen

    Je nach Ergebnis eine Zurückweisung, eine angepasste Erklärung oder Vergleichsgespräche vorbereiten. Nach Mandatsübernahme die vereinbarte Vertretung ausführen.

Rechtliche Grundlagen der Prüfung

Stand: 3.10.2026. Die rechtliche Einordnung richtet sich nach den verlinkten amtlichen Quellen und den Umständen des Einzelfalls.

Das Urheberrechtsgesetz regelt unter anderem Lichtbildschutz, Urheberbenennung, Unterlassung, Schadensersatz, Abmahnung und Auskunft. Die folgenden Links führen zu den offiziellen Gesetzesfassungen.

Passende Vertiefungen zu Ihrem Fall

Weitere Wege durch das Thema finden Sie in unserer Übersicht zu Bildrechten, Abmahnungen und Ansprüchen.

Sie sind selbst Rechteinhaber und möchten gegen eine fremde Nutzung vorgehen? Dafür sind die Beiträge Anwalt bei Bilderklau für Fotografen und Bild geklaut, was Fotografen jetzt tun sollten vorgesehen.

Rechtsanwalt Björn Wrase, Kanzlei Wrase in Hamburg

Ihr Ansprechpartner

Rechtsanwalt Björn Wrase

Prüfung urheberrechtlicher Abmahnungen und Abstimmung Ihrer Verteidigung. Kanzlei in Hamburg, bundesweite Bearbeitung.

Kanzlei Wrase · Am Kaiserkai 69
20457 Hamburg · Deutschland

Zum anwaltlichen Profil →

Häufige Fragen zur Bildabmahnung

Was soll ich nach einer Abmahnung wegen Bild oder Foto tun?

Notieren Sie die Frist, sichern Sie die Unterlagen und unterschreiben oder zahlen Sie nicht ungeprüft.

Muss ich die Unterlassungserklärung unterschreiben?

Nicht ungeprüft. Eine Unterlassungserklärung kann langfristige Vertragsstrafenrisiken auslösen und sollte rechtlich geprüft werden.

Wie hoch ist Schadensersatz bei einer Bildabmahnung?

Die Höhe hängt von Nutzungsdauer, Nutzungsart, Reichweite, Bildqualität, Lizenzpraxis und Urheberbenennung ab.

Gilt die MFM Tabelle immer?

Nein. Die MFM Tabelle kann eine Orientierung geben, muss aber zur konkreten Nutzung und Lizenzpraxis passen.

Kann ich eine Bildabmahnung abwehren?

Das hängt vom Einzelfall ab. Eine bestehende Lizenz, eine unzutreffende Zuordnung der Nutzung oder fehlende Nachweise können Einwände begründen. Auch bei einer berechtigten Beanstandung können Zahlungsforderung oder Unterlassungserklärung zu weit gehen. Eine vollständige Abwehr lässt sich nicht vorab zusagen.

Was passiert, wenn ich nicht reagiere?

Untätigkeit kann weitere Kosten, eine einstweilige Verfügung oder Klage auslösen. Eine fristgerechte Prüfung ist deshalb wichtig.

Klarheit für Ihren nächsten Schritt

Lassen Sie Ihre Bildabmahnung prüfen.

Klären Sie, welche Forderungen tragfähig sind und wie Sie innerhalb der Frist reagieren können. Abmahnung und Anlagen können Sie per E-Mail übermitteln.

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