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Frommer Legal Fake-Abmahnung erkennen: E-Mail oder Brief?

Urheberrecht · Frommer Legal · Betrugsverdacht

Fake-Abmahnung von Frommer Legal erkennen: E-Mail oder Brief?

Sie haben eine angebliche Abmahnung von Frommer Legal oder der früher so bezeichneten Kanzlei Waldorf Frommer erhalten und zweifeln an der Echtheit? Öffnen Sie vorerst keine verdächtigen Links oder Anhänge, zahlen Sie nicht vorschnell und prüfen Sie den Absender über einen unabhängigen Kontaktweg. Allein die Zustellung per E-Mail oder Brief beweist weder Echtheit noch Fälschung.

Stand: 11.10.2026 · Historische Warnungen: März 2017 und Juni 2023

Zweifel an Ihrer Abmahnung?

Beschreiben Sie den Absender, den behaupteten Vorwurf, die Zahlungsforderung und die gesetzte Frist. Kanzlei Wrase kann mit Ihnen klären, welche Unterlagen für eine Echtheits- und Anspruchsprüfung erforderlich sind.

040 228 682 10 →mail@lawst.de →

Dateien mitsenden? Auf der Kontaktseite können Sie Abmahnungen und andere Unterlagen direkt hochladen.

Eine Anfrage begründet noch kein Mandat und wahrt keine Frist. Bitte verdächtige Dateien zunächst nicht weiterleiten; die sichere Übermittlung bei Bedarf abstimmen. Datenschutzhinweise →

Die wichtige Unterscheidung

Eine Fake-Abmahnung liegt vor, wenn Unbefugte unter dem Namen einer echten Kanzlei auftreten. In solchen Fällen stammen die Zahlungs- und Unterlassungsforderungen nicht von der vorgetäuschten Kanzlei. Ob eine neu erhaltene Nachricht dazugehört, muss aber erst überprüft werden. Eine tatsächliche Abmahnung von Frommer Legal verlangt eine andere, fristgerechte rechtliche Reaktion.

  1. Nicht vorschnell klicken. Keine verdächtigen Anhänge aktivieren, keine ungeprüften Links öffnen.
  2. Original erhalten. E-Mail, Header, Frist und Zahlungsinformationen zunächst beweissicher aufbewahren.
  3. Absender verifizieren. Kontakt aus einer selbst aufgerufenen offiziellen Quelle verwenden.

Erste Schritte bei Betrugsverdacht

Was sollten Sie sofort tun, wenn die Abmahnung verdächtig ist?

Gehen Sie zunächst so vor, dass Sie weder ein mögliches Betrugsrisiko erhöhen noch eine möglicherweise echte Frist versäumen. Gerade bei Abmahnungen mit Zahlungsaufforderung ist es sinnvoll, den Vorgang geordnet zu prüfen.

  1. 01SICHERN

    Schreiben aufbewahren

    Speichern Sie die Originalnachricht möglichst einschließlich vollständiger E-Mail-Header. Notieren Sie Zugangsdatum und Frist. Bewahren Sie gegebenenfalls Umschlag und Brief auf. Verdächtige Anhänge nicht ausführen.

  2. 02VERMEIDEN

    Nicht unüberlegt handeln

    Überweisen Sie nicht vorschnell, unterschreiben Sie keine beigefügte Unterlassungserklärung ungeprüft und geben Sie über enthaltene Links keine persönlichen oder Bankdaten ein.

  3. 03PRÜFEN

    Echtheit unabhängig klären

    Vergleichen Sie die Angaben mit offiziellen Quellen und fragen Sie unter unabhängig ermittelten Kontaktdaten nach, ob das Schreiben und das Aktenzeichen tatsächlich zugeordnet werden können.

Wichtig bei einer laufenden Frist: Eine Anfrage bei einer Kanzlei verlängert die gegnerische Frist nicht automatisch. Ist die Echtheit noch unklar oder liegt sogar ein Mahnbescheid oder eine Klage vor, sollte kurzfristig eine individuelle rechtliche Prüfung erfolgen.

Verdachtszeichen richtig bewerten

Woran erkennen Sie möglicherweise gefälschte Frommer-Abmahnungen?

Ein echtes Logo, die richtige Anschrift oder die Unterschrift eines vermeintlichen Anwalts machen ein Schreiben nicht automatisch echt. Betrüger können Kanzleidaten kopieren und Absenderadressen nachahmen. Umgekehrt ist der Versand per E-Mail kein sicherer Beweis einer Fälschung.

  • Absender und Domain: Stimmen Name und E-Mail-Adresse scheinbar mit der Kanzlei überein? Eine sichtbare Absenderadresse lässt sich technisch fälschen; prüfen Sie deshalb zusätzlich auf einem unabhängigen Weg.
  • Rechteinhaber und Werk: Bezeichnet das Schreiben eine konkrete Person oder Firma, die Ansprüche erhebt, sowie die behauptete Rechtsverletzung nachvollziehbar?
  • Aktenzeichen und Frist: Sind Bezug, Datum und Vorgang schlüssig? Hoher Zeitdruck oder Drohungen können Warnsignale sein, sind aber für sich allein nicht beweiskräftig.
  • Zahlungsaufforderung: Lassen sich Anwaltskosten und Schadensersatz unterscheiden? Unbekannte Kontodaten oder kurzfristige Zahlungsaufforderungen sind Anlass für eine gesonderte Prüfung.
  • Links und Anhänge: Führt ein Link zu einer unbekannten Datei oder einem Zahlungsportal? Öffnen Sie solche Inhalte bei Verdacht nicht, auch wenn die Nachricht professionell gestaltet erscheint.

Die Punkte dienen dazu, einen Prüfbedarf festzustellen. Sie ersetzen keine Identitätsprüfung und beweisen weder eine wirksame Abmahnung noch einen Betrugsversuch.

Sicherer Gegencheck statt Antwort an Unbekannte

Wie überprüfen Sie, ob Frommer Legal das Schreiben tatsächlich versandt hat?

Rufen Sie die offizielle Kontaktseite von Frommer Legal unabhängig von der verdächtigen Nachricht auf, idealerweise durch selbstständige Eingabe der Kanzleiadresse im Browser. Nutzen Sie die dort für Aufforderungsschreiben genannten Kontaktdaten, um nachzufragen, ob ein Schreiben mit dem angegebenen Aktenzeichen von der Kanzlei stammt.

Zur reinen Echtheitsanfrage ist es nicht erforderlich, gegenüber einer unbekannten Person vorschnell Angaben zum behaupteten Filesharing-Vorgang einzuräumen. Fragen Sie zunächst nach der Zuordnung des Aktenzeichens und dem Kommunikationsweg. Erst danach ist zu entscheiden, welche Unterlagen Sie an eine tatsächlich identifizierte Stelle übermitteln.

Bis zur Klärung

Original sichern, keine verdächtigen Anhänge öffnen, keine Zahlungsdaten über einen Mail-Link eingeben, keine Unterlassungserklärung ungeprüft unterschreiben.

Nach der Klärung

Ist das Schreiben gefälscht, die Forderung nicht erfüllen. Ist es authentisch oder bleibt es ungeklärt, Frist, Vorwurf und Ansprüche anhand des konkreten Schreibens prüfen lassen.

Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt bei zweifelhaften Nachrichten die Rückfrage über einen zweiten, vertrauenswürdigen Kanal und warnt vor nicht überprüften Links oder Anhängen.

Historisch dokumentierte Betrugsfälle

Welche Fake-Abmahnungen wurden 2017 und 2023 beobachtet?

Die folgenden Beispiele betreffen damals dokumentierte Vorfälle. Sie belegen keine gegenwärtige Betrugswelle im Oktober 2026 und erlauben keine Aussage zur Echtheit eines heute eingegangenen Schreibens.

MÄRZ 2017

Falsche Abmahnungen im Namen von Waldorf Frommer

Im März 2017 berichtete LAWST über zahlreiche E-Mail-Nachrichten, die unberechtigt unter dem Namen der Kanzlei Waldorf Frommer versandt wurden. Darin wurde eine angebliche unerlaubte Verbreitung von Adobe-Photoshop-Software, bezeichnet als „CS6 / Master Collection“, behauptet und eine Zahlung von rund 4.000 € verlangt.

Für diese damaligen Nachrichten wurde der Missbrauch des Kanzleinamens bestätigt. Die beschriebenen Zahlungsforderungen stammten nicht von der vorgetäuschten Kanzlei.

JUNI 2023

Neue Imitationen unter dem Namen Frommer Legal

Das damalige LAWST-Update vom 23.6.2023 dokumentierte weitere gefälschte E-Mails, diesmal im Namen von Frommer Legal. Zeitgenössische Berichte schilderten ebenfalls betrügerische Nachrichten mit kopierten Kanzleimerkmalen und Zahlungsforderungen.

Die Beurteilung dieser dokumentierten Fälle darf nicht pauschal auf andere E-Mails, Briefe oder aktuell tatsächlich versandte Abmahnungen übertragen werden.

Die historische Bezeichnung Waldorf Frommer und der spätere Kanzleiname Frommer Legal erklären, warum Betroffene unter beiden Namen nach gefälschten Schreiben suchen.

Rechtslage und Fristen

Kann eine echte urheberrechtliche Abmahnung per E-Mail kommen?

Ja, das ist rechtlich grundsätzlich möglich. Aus dem bloßen Versandweg lässt sich daher nicht ableiten, dass eine Abmahnung wirksam oder unwirksam wäre. Welche Kommunikationswege eine Kanzlei praktisch verwendet, ist von den gesetzlichen Anforderungen zu unterscheiden.

Für urheberrechtliche Abmahnungen nennt § 97a Abs. 2 UrhG bestimmte Anforderungen an die Klarheit und den Inhalt. Dazu zählen bei Vertretung des Rechteinhabers dessen Name oder Firma, die konkrete Bezeichnung der Rechtsverletzung sowie die Aufschlüsselung geltend gemachter Zahlungsansprüche. Gegebenenfalls ist auch auf eine über den Verstoß hinausgehende vorgeschlagene Unterlassungsverpflichtung hinzuweisen.

Fehlende oder widersprüchliche Angaben sind ein rechtlicher Prüfpunkt, aber nicht automatisch der Beweis einer gefälschten Absenderidentität. Bei einem echten Schreiben sind etwa die Anspruchsberechtigung, der Sachverhalt, die Höhe der Forderung und die Unterlassungserklärung gesondert zu prüfen.

Wer eine tatsächlich von Frommer Legal stammende Abmahnung wegen Filesharings erhalten hat, findet die passenden Verteidigungsfragen auf der LAWST-Hauptseite zur Frommer-Legal-Abmahnung. Der vorliegende Beitrag konzentriert sich ausschließlich auf die Echtheitsprüfung.

Besondere Situationen

Was gilt bei einer Abmahnung per Post oder nach einem Klick auf den Anhang?

Briefpost: Auch ein Schreiben mit Poststempel, Briefkopf und echter Kanzleianschrift kann manipuliert sein. Prüfen Sie insbesondere bei ungewöhnlichen Zahlungswegen die Identität des Absenders. Umgekehrt sollten Sie einen per Post eingegangenen Vorgang nicht allein wegen seines unklaren Inhalts ignorieren.

Verdächtiger Link oder Anhang bereits geöffnet: Stoppen Sie weitere Eingaben. Lassen Sie das betroffene Gerät bei einem möglichen Schadprogramm fachkundig prüfen und ändern Sie gegebenenfalls gefährdete Kennwörter von einem sicheren Gerät. Wurden Bank- oder Zugangsdaten übermittelt, handeln Sie zeitnah gegenüber dem jeweiligen Anbieter.

Bereits Geld überwiesen: Setzen Sie sich unverzüglich mit Ihrer Bank in Verbindung und prüfen Sie eine Rückholung. Sichern Sie Zahlungsbeleg und Nachricht. Bei einem Betrugsverdacht kommt auch eine Strafanzeige in Betracht.

Absender bleibt ungeklärt: Die Unsicherheit allein beseitigt keine möglicherweise bestehenden Fristen. Auch gerichtliche Zustellungen müssen unabhängig davon geprüft werden. Holen Sie bei Zeitdruck rechtlichen Rat ein.

Häufig gestellte Fragen

Häufige Fragen zu Fake-Abmahnungen im Namen von Frommer Legal

Ist jede Frommer-Legal-Abmahnung per E-Mail gefälscht?

Nein. Eine urheberrechtliche Abmahnung kann grundsätzlich elektronisch erfolgen. Ob das konkrete Schreiben tatsächlich von Frommer Legal stammt, lässt sich über unabhängig ermittelte Kontaktdaten prüfen.

Kann eine gefälschte Abmahnung auch per Post kommen?

Ja. Der Postversand, ein korrektes Kanzleilogo oder eine überzeugende Unterschrift garantieren keine Echtheit. Der Absender sollte im Zweifel unabhängig verifiziert werden.

Darf ich eine verdächtige Abmahnung sofort löschen?

Besser nicht, solange die Echtheit und mögliche weitere Schritte ungeklärt sind. Sichern Sie die Originalnachricht und die Metadaten, ohne verdächtige Anhänge oder Links zu öffnen. So bleiben Belege erhalten.

Muss ich bei einer bestätigten Fake-Abmahnung zahlen?

Nein. Eine nachweislich von Unbefugten versandte betrügerische Zahlungsaufforderung begründet keine Zahlungspflicht gegenüber den Betrügern. Ein anderes tatsächlich bestehendes Rechtsverhältnis wäre davon unabhängig zu beurteilen.

Was, wenn das Schreiben echt ist oder die Echtheit nicht geklärt werden kann?

Bewahren Sie die Unterlagen auf, notieren Sie alle Fristen und lassen Sie den urheberrechtlichen Vorwurf und die Unterlassungserklärung prüfen. Der Frommer-Legal-Ratgeber zur Abmahnungsverteidigung erläutert die nächsten Schritte.

Kanzlei Wrase · Hamburg · bundesweit

Echtheit und Ansprüche anwaltlich einordnen lassen

Wenn Sie eine zweifelhafte Abmahnung erhalten haben, kann Kanzlei Wrase zunächst zwischen Echtheitsprüfung und materieller Anspruchsprüfung unterscheiden. Bei einem bestätigten echten Schreiben stehen die individuelle Verteidigung, Fristen und eine möglicherweise verlangte Unterlassungserklärung im Vordergrund.

Rechtsanwalt Björn Wrase, Kanzlei Wrase Hamburg

Rechtsanwalt Björn Wrase

Kanzlei Wrase
Am Kaiserkai 69
20457 Hamburg

Telefon: 040 228 682 10
E-Mail: mail@lawst.de

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Echtheit klären · Fristen schützen

Verdächtige Abmahnung erhalten?

Prüfen Sie das Schreiben, ohne riskante Links oder Zahlungswege zu nutzen. Wenn es echt ist oder Zweifel bleiben, sollten die rechtlichen Ansprüche und Fristen zeitnah geprüft werden.

Dipl. Jurist, Rechtsanwalt Björn Wrase

Dipl. Jurist, Rechtsanwalt Björn Wrase

Hochspezialisiert im gewerblichen Rechtsschutz. Anwalt für Urheberrecht, AI/KI- & IT-Recht, Medienrecht, Wettbewerbs- und Markenrecht sowie Datenschutz.Autorenbeiträge anzeigen

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