Viele Betroffene (Anschlussinhaber), die eine Abmahnung von Waldorf Frommer erhalten haben, denken oft daran, dass es sich dabei um Betrug oder dergleichen handelt. Zwar gibt es durchaus die Möglichkeit, dass es zu einer fehlerhaften Ermittlung der IP-Adresse kam. Dass Abmahnungen der Kanzlei Waldorf Frommer allerdings in einem rechtlich korrekten Rahmen ausgesprochen und ernst zu nehmen sind, haben wir bereits hier erörtert. Verbunden mit dem Gedanken der Abzocke oder des Betruges fragen sich viele Anschlussinhaber, ob der Gang zur Verbraucherzentrale im Falle einer solchen Abmahnung lohnenswert ist. Dies ist aus gleich mehreren Gründen zu verneinen, auf die im Verlauf dieses Beitrages eingehen.

Keine Unterlassungserklärung ohne Prüfung der Haftung

Aus den vorgenannten Gründen ist daher auch im Allgemeinen dringend davon abzuraten, eine Unterlassungserklärung ohne jede Prüfung des Sachverhalts abzugeben. Ist eine solche Erklärung erstmal an die Waldorf Frommer Rechtsanwälte aufgegeben, wird von den Zahlungsansprüchen nicht abgelassen. In diesem Fall ist im Grundsatz davon auszugehen, dass eine Haftung des Anschlussinhabers in Betracht kommt. Denn aus welchem Grund sollte andernfalls eine Unterlassungserklärung abgegeben werden. In diesem Zusammenhang geht die Kanzlei Waldorf Frommer davon aus, dass aufgrund einer bestehenden Haftung auch Zahlungsansprüche erfüllt werden müssen und verfolgt diese weiterhin. Auch im Rahmen einer gerichtlichen Verhandlung wirkt sich die bereits außergerichtlich abgegebene Unterlassungserklärung nicht gerade positiv auf das Verteidigungsvorbringen aus. Einige Gerichte gehen in diesem Fall davon aus, dass die Schuld durch die Abgabe der Unterlassungserklärung in gewisser Weise anerkannt wurde. Denn auch hier denkt das Gericht, warum sollte eine Unterlassungserklärung abgegeben werden, wenn im Grundsatz doch gar keine Haftung besteht. Mit den geltend gemachten Kostenansprüchen verhält es sich parallel. Auch diese sollten selbstverständlich nur bedient werden, sofern eine Haftung des Anschlussinhabers in Betracht kommt. Ist diese aufgrund der aktuellen Rechtsprechung auszuschließen, ist auch kein Raum für die Erstattung von etwaigen Kosten.

Fazit

Im Ergebnis lässt sich also sagen, dass die Beauftragung einer Verbraucherzentrale in den uns bekannten Fällen nicht zum Erfolg geführt hat und die Betroffenen nicht zweckentsprechend vertreten wurden. Aufgrund des stark ausgeprägten Bereichs Filesharing und der damit in Verbindung stehenden Rechtsprechung ist dies wohl auch kein Wunder. Verbraucherzentralen sind Anlaufstellen für viele Betroffene mit ganz unterschiedlichen Themen. Sollte eine Rechtsauskunft oder eine Interessenvertretung in einem spezialisierten Fachbereich (Urheberrecht) gesucht werden, ist es für eine bestmögliche Interessenvertretung auch zwingend erforderlich, eine in diesem Bereich spezialisierte Kanzlei zu beauftragen.

Bei einer Abmahnung Waldorf Frommer also gleich zum Rechtsanwalt und nicht zur Verbraucherzentrale

Sofern Sie also eine Abmahnung von den Rechtsanwälten Waldorf Frommer erhalten haben, reichen Sie uns diese zur Überprüfung ein. Wir bieten eine kostenfreie Ersteinschätzung bezogen auf eine etwaig bestehende Haftung des Anschlussinhabers und bezogen auf das weitere Vorgehen als Reaktion auf die Abmahnung.