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Abmahnung für Gone Girl durch Waldorf Frommer

Im Namen der Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany GmbH mahnt die Kanzlei Waldorf Frommer Anschlussinhaber wegen des Films Gone Girl ab.

Gegenstand der Abmahnung ist dabei der Vorwurf, der Anschlussinhaber habe den urheberrechtlich geschützten Film „Gone Girl – Das perfekte Opfer“ öffentlich zugänglich gemacht und damit gegen die Verwertungsrechte der Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany GmbH verstoßen. Bei „Gone Girl – Das perfekte Opfer“ handelt es sich um ein sehr erfolgreiches US-amerikanisches Drama aus dem Jahr 2014, welches erst Anfang 2015 auf DVD im Handel erschienen ist.

Dem Anschlussinhaber wird dabei konkret die Nutzung einer Tauschbörse im Internet zur Last gelegt. In diesem Zusammenhang habe er der Kanzlei Waldorf Frommer zufolge den Film Gone Girl anderen Nutzern zum Download angeboten und damit gegen den Willen der Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany GmbH als Rechteinhaberin verstoßen. In der Folge wird der Anschlussinhaber zur Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung sowie zur Leistung einer Zahlung in Höhe von insgesamt 815,00 € aufgefordert. Dieser Betrag setzt sich dabei aus den Kosten für die Rechtsverfolgung in Höhe von 600,00 € und eines veranschlagten Schadensersatzes für die Rechtsverletzung in Höhe von 215,00 € zusammen.

 

Gone Girl – Abmahnung durch Rechtsanwälte Waldorf Frommer

Waldorf Frommer ist dabei als Kanzlei auf die Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen im Auftrag der Rechteinhaber spezialisiert. Hierfür wird der Urheberrechtsverstoß mit der individuellen IP-Adresse des Verursachers in Verbindung gebracht und anschließend der Anschlussinhaber der fraglichen IP-Adresse ermittelt.

Erhält ein Anschlussinhaber eine entsprechende Abmahnung (beispielsweise wegen des Fils Gone Girl), wurde daher mit hoher Wahrscheinlichkeit auch von seinem Internetanschluss aus die beschriebene Urheberrechtsverletzung begangen. Das Recht sieht in einem solchen Fall zunächst im Rahmen der sogenannten Anscheinsvermutung den Anschlussinhaber als Verursacher für die Rechtsverletzung an. Dennoch führt dies im konkreten Fall nicht zwangsläufig auch zu einer tatsächlichen Haftung des Betroffenen. Hatten beispielsweise zu dem Zeitpunkt der fraglichen Rechtsverletzung noch weitere Personen Zugang zu dem Internetanschluss, kommen auch sie als Verursacher für die Urheberrechtsverletzung in Betracht. Die sogenannte Täterhaftung kann in einem solchen Fall unter Umständen ausgeschlossen sein.

Zwar ist auch bei Ausschluss der Täterhaftung teilweise noch an eine sogenannte Störerhaftung des Anschlussinhabers zu denken. Diese umfasst jedoch grundsätzlich nicht die Leistung eines Schadensersatzes und führt daher regelmäßig zu einem geringeren Forderungsbetrag des Rechteinhabers.

 

Handlungsempfehlung

Neben der voreiligen Zahlung des Forderungsbetrags ist dabei auch von der vorschnellen Abgabe einer entsprechenden Unterlassungserklärung abzuraten. Diese bindet den Betroffenen regelmäßig für einen sehr langen Zeitraum und sieht im Rahmen einer Vertragsstrafe hohe Geldforderungen bei erneuten Rechtsverletzungen vor.

Es sollte daher innerhalb der in der Abmahnung vorgesehenen Frist unbedingt das weitere Vorgehen genau abgewogen werden. Hilfreich kann hierbei insbesondere eine professionelle anwaltliche Beratung hinsichtlich der Möglichkeiten zur Abwendung der Haftung sein. Wird jedoch innerhalb der vorgesehenen Frist überhaupt nicht reagiert, ist in der Regel mit der Eröffnung eines Gerichtsverfahrens und damit einhergehend auch mit weiteren Kosten zu rechnen. Die Abmahnung sollte daher in keinem Fall ignoriert werden.

 

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